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Immobilien in Koblenz, 410 Ergebnisse

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Wirtschaftsmetropole zwischen Köln und Mainz
Die Stadt hatte aufgrund ihrer Lage immer eine große strategische Bedeutung, was die zahlreichen Krieg, die um Koblenz geführt wurden, nur allzu gut bewiesen. Jeder der unterschiedlichen Besatzer hinterließ seine Spuren, wer in Koblenz bauen möchte, muss damit rechnen, dass sich sein Baugrund in eine archäologische Fundgrube mit Baustopp verwandelt. Leider ließ der Zweite Weltkrieg (1939-1945) vom ursprünglich sehr hübschen Zentrum der Stadt nicht allzu viel übrig, die Bebauung im oberen Bereich der Innenstadt entspricht überwiegend den fünfziger Jahren, die Fußgängerzone ist nett, wenn auch nicht besonders einprägsam. Dennoch suchen gerade "Nachtschwärmer" gerne Wohnungen dem Bezirk, denn dort finden sich nicht nur die typischen Touristenlokalitäten im Umkreis des "Deutschen Ecks", sondern auch in der unteren Altstadt am Rhein gute Restaurants und gemütliche Kneipen. Die sehr hübschen, gepflegten Fachwerkhäuser ließ die Stadtverwaltung nach dem Krieg wieder rekonstruieren, es entstand ein Wohn- und Geschäftsgebiet, das als Filmkulisse für einen Historienfilm würdig wäre.

Durch den Ortsteil Stolzenfels führt die B9, was das an sich nette Bild entlang der Straße stark beeinträchtigt. Die kleinen Häuser gegenüber vom Rheinufer stammen zum Teil noch vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts, sind aber leider durch die Abgase und auch die Hochwasser stark angegriffen. Die Bebauung dahinter, Richtung Schloss, hingegen ist äußerst reizvoll, in viel Grün eingebettet zieht sie sich leicht den Rheinhang hoch. Das auf der Moselseite liegende Lay (Lay bedeutet Fels) gehört erst seit 1970 zu Koblenz. Am Fuße des Hunsrück liegend konnte es seinen dörflichen Charakter als typischer Weinort wahren, wenn auch hier die Bausünden der siebziger Jahre bei einigen Gebäuden nicht zu übersehen sind.

Koblenz größter Stadtteil ist Karthause, ein Ortsteil, der seinen Namen von dort bis 1802 ansässigen Kartäusermönchen ableitet. Die säkularisierte Klosteranlage erwarben die Preußen 1818, es entstand auf dem Gelände Fort Konstantin zur Sicherung der sich auf der Karthause befindlichen Feste Kaiser Alexander, ein Bau dreimal größer als die Festung Ehrenbreitstein. Nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) gemäß Versailler Vertrag fast völlig zerstört, waren von der Feste Alexander nur noch Mauerreste vorhanden, Fort Konstantin wurde während und nach dem Zweiten Weltkrieg zum Flüchtlingslager und verwandelte sich schnell in ein Elendsviertel. Zur Sanierung der Zustände zwischen 1961 und 1964 vollständig abgerissen, entstand ein Siedlungsgebiet, über das sich bezüglich der Optik streiten lässt. Teilweise mit typischen Wohnsilos dieser Zeit bestückt, gibt es allerdings auch Bereiche, in denen wenn auch keine besonders eleganten, aber dennoch recht hübsche Einfamilienhäuser in gepflegten Gärten stehen.

Der Stadtteil Moselweiß würde vermutlich trotz der Lage keinen Schönheitspreis gewinnen. Die Bebauung der siebziger bis neunziger Jahre strahlt den morbiden Charme dieser Zeit aus, allerdings fangen die Uferpromenade mit dem alten Baumbestand und der ländliche Charakter im Ortsteilkern viel des negativen Eindrucks des nordöstlichen Gebiets ab. Koblenz-Lützel war und ist vom Militär geprägt. Die Falkenstein-Kaserne und die Rheinkaserne drücken dem Bezirk ihren Stempel auf, hinzu kommt ein Ausländeranteil von über dreißig Prozent. In Lützel gibt aber wie überall in Koblenz genauso hübsche Ecke wie hässliche, Koblenz ist eine Stadt, durch die nicht nur der Besucher, sondern auch der Anwohner mit offenen Augen gehen muss, um die schönen Punkte zu sehen. Die Lage am Rhein und das milde Klima sorgen trotz teilweise grenzwertiger Bebauung für südliches Flair und gute Lebensqualität, die Miet- und Immobilienpreise halten sich in Grenzen.
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